Dazu gehört auch, dass Frauen sich ohne Angst vor Belästigung oder Gewalt frei und sicher bewegen können – im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz, auf dem Heimweg, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Vereinsleben, aber auch zu Hause. Frauen sind als gleichberechtigte Autoritätspersonen zu akzeptieren und zu respektieren – ohne Ausnahmen. Das gilt für alle Bereiche des öffentlichen Lebens, ob als Polizistin, Lehrerin oder in jeder anderen Funktion. Körperliche und psychische Unversehrtheit sind nicht verhandelbar. Kulturell oder religiös begründete Vorstellungen, die Frauen in ihrer Lebensführung einschränken – sei es bei der Partnerwahl, der Bildung, der Berufsausübung, der eigenständigen Mobilität oder bei der Teilnahme am öffentlichen Leben, sind mit unserem Wertefundament unvereinbar. In vielen Familien und Milieus wird Gleichstellung längst gelebt – selbstverständlich, partnerschaftlich. Gleichzeitig gibt es immer noch Haltungen, die Frauen abwerten, kontrollieren oder aus dem öffentlichen Leben zurückdrängen wollen – oft unter dem Deckmantel von Ehre, Religion oder Tradition. Dem treten wir klar entgegen.