
Oberösterreich ist vielfältiger geworden. Daher gibt es unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlicher Integrationsbereitschaft, an die entsprechend differenzierte Erwartungen gestellt werden müssen.
Integrierte Gruppen
Die große Mehrheit lebt seit Jahren in Oberösterreich oder ist hier geboren, ist gut integriert, spricht Deutsch und engagiert sich im gesellschaftlichen Leben. Sie lebt die Grundwerte, trägt Leistung und erwartet zu Recht Anerkennung und Teilhabe. Diese Gruppe darf nicht übersehen werden, denn eine Werteordnung, die nur Probleme betont, gefährdet ihr Vertrauen. Deshalb würdigt sie bewusst gelebte Integration.
Integrationsbemühte Gruppen
Diese Gruppen umfassen insbesondere Neuzugewanderte, Geflüchtete oder sozioökonomisch schwache Menschen. Viele wollen sich integrieren, stoßen jedoch auf sprachliche, soziale und strukturelle Barrieren. Deshalb braucht es eine Werteordnung, die klare Erwartungen mit Förderung verbindet, um Integration ohne Ausgrenzung zu ermöglichen.
Integrations- und demokratiefeindliche Gruppen
Diese Gruppen ziehen sich bewusst in abgeschottete Lebenswelten zurück, verweigern gemeinsame Regeln und sind teils von demokratiefeindlichen Haltungen geprägt. Es geht weniger um soziale Not als um Abgrenzung, etwa durch Ablehnung von Gleichberechtigung, Vielfalt oder staatlicher Autorität. Hier enden Verständnis und Toleranz: Eine liberale Demokratie muss integrationsverweigernden und extremistischen Tendenzen entschieden entgegentreten.