Wer sich länger hier aufhält, ist verpflichtet, Deutsch zu lernen. Denn Sprache schafft Verstehen, da fehlende Sprachkenntnisse isolieren. Gleichzeitig befähigt Bildung Menschen zur Selbstständigkeit, zum sozialen Aufstieg und zur demokratischen Mitgestaltung. Eltern haben die Pflicht, ihren Kindern Bildung zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen. Wer sich oder seinen Kindern Bildung verweigert, verbaut Zukunft – in erster Linie die eigene und damit auch die des Landes. In bildungsschwachen Milieus wird schulisches Lernen geringgeschätzt – teils aus Überforderung, teils aus Unkenntnis oder fehlendem Bewusstsein. Das muss sich ändern. Hier braucht es Eigeninitiative und bedarfsgerechte Unterstützung, aber auch klare Erwartungen. Wir wissen: Nicht alle starten mit den gleichen Voraussetzungen. Deshalb helfen wir, wo nötig. Zugleich erwarten wir Eigeninitiative. Denn wer sich hier eine Zukunft aufbauen möchte, dem ist zuzumuten, im Rahmen seiner jeweiligen Möglichkeiten selbst aktiv zu werden. Sprache und Bildung sind Pflicht und keine Kür, denn sie sind eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Einfinden und Weiterkommen in unserer Gesellschaft.