Wer hier lebt und Verantwortung für sein Umfeld übernimmt – als Elternteil, Nachbar, im Beruf, im Verein oder im Gemeinwesen –, trägt dazu bei, Heimat zu erhalten und weiterzuentwickeln. Denn Heimat ist der Ort, an dem das Vertraute bewahrt und gelebt wird, ohne sich dem Neuen zu verschließen. Teilhabe ist kein Selbstläufer – sie setzt auch persönliche Bereitschaft voraus. Zugewanderte sind eingeladen, sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen – indem sie sich auf die gewachsenen Werte, Traditionen und Gepflogenheiten unseres Landes einlassen und das gemeinschaftliche Leben mitgestalten. Dabei ist klar: Wer dazugehören will, muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, sich anzupassen und aktiv teilzuhaben – ohne dass damit die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität verlangt wird. Wer sich jedoch verweigert, nimmt sich selbst die Chance, ein gemeinsames Wir zu gestalten. Heimat ist keine Einbahnstraße. Sie lebt vom gegenseitigen Respekt: von der Offenheit der Einheimischen, Zugewanderten Mitgestaltung zu ermöglichen – und von der Bereitschaft Zugewanderter, Verantwortung für sich selbst und das Gemeinwesen zu übernehmen. Heimat entsteht dort, wo Menschen sich zugehörig fühlen und Verantwortung übernehmen.